Elsevier ermöglicht Wissenschaftlern Open Access ab 2016

Am 10. Dezember 2015 wurde ein Meilenstein für den Open Access in den Niederlanden gesetzt. Verhandlungen zwischen dem Verlag Elsevier und holländischen Universtitäten haben ergeben, dass Wissenschaftler ab 2016 im Rahmen eines 3-Jahres-Vertrages in einer Auswahl von Zeitschriften unter Open Access veröffentlichen können. Weiterlesen

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Veranstaltungen zu „Horizont 2020“

In regelmäßigen Abständen werden vom EU-Büro des Bundesministerium für Bildung & Forschung (BMBF), siehe auch mein letzter Blog-Beitrag, Seminare zu Horizont 2020 veranstaltet, dem Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Die Seminare richten sich sowohl an Einsteiger/innen (Horizont 2020 für Einsteigerinnen und Einsteiger) sowie Antragsstellende (Horizont 2020 für Antragstellende, Rechtliche, administrative und finanzielle Regelungen in Horizont 2020).

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Tagung „Open Science Days 2016“

Ich möchte auf die Tagung „Open Science Days“ aufmerksam machen, die vom 17.-18.2.2016 in Berlin stattfindet.

Organisiert wird sie von der Max Planck Digital Library. Schwerpunkt der Tagung ist das Thema Citizen Science. Beschäftigt wird sich hier unter anderem mit der Frage, wie interessierte Bürger in die Wissenschaft und in den Forschungsprozess mit eingebunden werden.

Jeder, der Interesse an Open Science hat, kann teilnehmen und hat so die Möglichkeit, unter anderem dieses Thema auch auf internationaler Ebene zu vertiefen.

Weitere Informationen unter http://osd.mpdl.mpg.de/

Informationen zu den Open Science Days 2014 unter https://www.mpdl.mpg.de/en/about-us/news.html#open-science-days-2014

Kollaboratives Schreiben

Bild: spiegel.de

„Was genau drin steht, verstehen nur Spezialisten.“ Das sind die ersten Worte eines Artikels der in „Spiegel Online“ Wissenschaft zu finden ist. Es geht in diesem Beitrag jetzt weniger um den „Exotischen Teilchenzerfall“, sondern eher um die Entstehung der beschriebenen Forschungsarbeit. Denn diese Arbeit wurde anhand des uns bekannten kollaborativen Arbeitens, also das gemeinschaftliche und zeitgleiche Schreiben an einem Dokument, erstellt. Wie wir für uns in unserem Studiengang feststellen konnten, eine klasse Sache, aber was in diesem Artikel steht ist unfassbar! Die Rede ist sogar von Wissenschaftsgeschichte! Warum? Ganz einfach, in dieser Forschungsarbeit um die es geht, haben sage und schreibe 3000 (!) Autoren mitgewirkt. Das klingt wirklich nach einem unglaublichen und vor allem umfangreichen Projekt. Aber diese Forschungsarbeit hat gerade einmal 8 Seiten! 8 Seiten physikalischer Ausführungen und 5 Seiten mit der Autorenliste,  erschienen ist diese Arbeit in der „Nature“.  Aufgrund dieses extrem seltenen Zerfalls von Elementarteilchen, welches „Unter einer Milliarde Zerfällen [wohl nur] rund drei Mal auftritt.“, wurde es möglich, dass dieses wirklich beachtliche Projekt mit 3000 Projektmitgliedern entstand.

Wenn ich mir so überlege, wie schwierig es eigentlich schon ist, wenn eine Arbeit zu zweit oder zu dritt geschrieben wird… Respekt vor dieser Leistung! 🙂

UPDATE: http://dx.doi.org/10.1038/nature14474

OpenAccess Publisher – die Großen

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen bei den großen Open Access Publishern im naturwissenschaftlichen Bereich. Die OA-Publikationen zum Download als PDF anzubieten, gehört bei allen Publishern zum Standard.  Semistrukturierte Fassungen (z.B. HTML) daneben bietet unter den großen Publishern die Mehrheit inzwischen auch an.  Aber nur wenige machen ganz was Verrücktes, und stellen auch strukturierte Fassungen zur Verfügung, wie Frontiers (XML), Public Library of Science (XML) und, abhängig vom Journal, MDPI AG (XML). Oxford University Press, The Company of Biologists und The Royal Society stellen zusätzlich die Abbildungen aus ihren Publikationen mindestens als PowerPoint-Dias zur Verfügung. Die BMJ Group bietet darüber hinaus Podcasts und Video-Abstracts. Einzig die Public Library of Science bietet mit Figshare ein Portal zum Austausch wissenschaftlicher Forschungsdaten und Springer eine Datenbank mit Daten zu chemischen und physikalischen Materialien.

Um die wissenschaftliche Forschungskommunikation voranzutreiben ist Open Access unabdingbar. Umso erstaunlicher, dass während der Untersuchung immer deutlicher wurde, wie wenig noch seitens der Publisher unternommen wird, um Forschern und Wissenschaftlern, und denen, die es einmal werden wollen, die Zugriffe zu erleichtern. Werden einmal erhobene Daten zur Verfügung gestellt, um sie in anderen Projekten nutzen zu können, wird nicht nur Zeit sondern auch Geld gespart, das an anderer Stelle der Forschung schon wieder helfen kann. Wichtig ist, sinnvolle Aggregationen vorzunehmen, wie es beispielsweise Springer mit der Integration mehrerer Datenbanken in eine Fachdatenbank macht. Oder wie mit Figshare ein Datenarchiv zum direkten Austausch zu nutzen. Eine größere Bereitschaft zur Lizenzfreigabe ist ebenso dringend erforderlich.

Forschungseinrichtungen und Bibliotheken

Ich kann meiner „Vorschreiberin“ nur zustimmen, das vergangene 5. Semester war sehr arbeitsintensiv und ließ nur wenig Luft für andere Dinge. Die Tatsache, dass vermutlich einige noch über ihren letzten Hausarbeiten brüten, bestätigt dies zusätzlich.

Ich selbst stecke in den letzten Zügen meiner Hausarbeit zum „Data Sharing“. Generell muss ich sagen, dass sich bei mir während des Einlesens ein richtiges Interesse an diesem Thema entwickelt hat und unabhängig von der Arbeit mal schaue, wie das in Bibliotheken so aussieht, wenn es um Forschungsdaten geht. Dabei konnte ich feststellen, dass es gute Beispiele für Bibliotheken gibt, wenn es um die Integrität in Forschungseinrichtungen geht. Z.B. das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) .  Auf der Homepage ist folgendes zu lesen: „Die KIT-Bibliothek als Partner von Wissenschaft und Forschung am KIT betrachtet den Aufbau von Strukturen zur dauerhaften Bereitstellung qualitätsgesicherter Forschungsdaten als eines ihrer wesentlichen strategischen Ziele.“ Ein weiteres Beispiel für eine Kooperation zwischen Bibliothek und Wissenschaft ist die TIB in Hannover. Die TIB unterstützt die Forschung dahingehend, dass sie u.a. die digitale Langzeitarchivierung zur Erhaltung und Bewahrung von digitalen Informationen anbietet.

Dieses Thema ist und bleibt spannend. Mal schauen, was sich diesbezüglich auch innerhalb der „Bibliothekslandschaft“ noch so ergeben wird und vor allem welche Aufgaben Bibliotheken  als Informationseinrichtung übernehmen können und hoffentlich auch werden.