Deutsche Hochschulen erkennen die Bedeutung der Digitalisierung

Das HIS-Institut für Hochschulentwicklung (HIS-HE) hat im Auftrag des Hochschulforums Digitalisierung im Zeitraum März/April 2016 eine Erhebung zum Thema „Digitalisierung der Hochschullehre“ durchgeführt. An dieser Befragung haben sich insgesamt 200 deutsche Hochschulen beteiligt.

Die Studie zeigt zwar, dass auf dem Gebiet noch viel zu tun bleibt, die Hochschulen sich aber aktiv mit der Digitalisierung ihrer Materialien auseinander setzen. Sei es mit Konzepten zur Anreicherung der Lehre durch digitale Elemente oder einen Blended-Learning-Ansatz als Leitidee (didaktisch konzipierte Integration von Präsenzveranstaltungen und E-Learning-Angeboten). Letzteres Angebot wird auch als bereicherndes Instrument zur Verbesserung und gleichzeitig zur Erhöhung des Studienerfolgs genutzt. Die Befragung der Hochschulen hat zudem ergeben, dass gerade mal zwei Prozent der Befragten gänzlich auf digitale Angebote in der Lehre verzichten. Rund 15% sehen in der digitalen Lehre kein strategisches Ziel für ihre Hochschule. Auch wenn die Hochschulen die Bedeutung der Digitalisierung ihrer Lehre erkannt haben, so bleiben hier aufgrund von mangelnden Personals und finanzieller Mittel der Fortschritt bzw. der Ausbau und die Weiterentwicklung auf der Strecke. Es zeigt sich, dass das Thema in den Hochschulen angekommen ist, meist aber nur in den Bereichen des Campus-Managements und Lernplattformen ihre Anwendung findet, weniger im Bereich der unmittelbaren Lehre. In vielen Hochschulen fehlt es auch an eindeutigen Signalen seitens der Ministerien für nachhaltige digitale „Anreicherung“ der Lehre. Kooperationen zwischen den  Hochschulen bestehen bereits bei 70% der befragten Hochschulen, gewünscht wird unter den befragten Hochschulen allerdings ein hochschulübergreifendes Netzwerk von Kolleginnen und Kollegen. Eine weitere Anregung besteht im Aufbau eines Netzwerks zum Austausch von digitalen Lehrleistungen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Hochschulen in Deutschland sich weiter mit dem Thema „Digitalisierung in der Lehre“ beschäftigen müssen, um den Ansprüchen der Studierenden, als auch der eigenen gerecht zu werden. Verbesserungsbedarf besteht eindeutig in der Finanzierung, sowie die Sicherstellung von ausreichend Personal zur Bewerkstelligung dieser Aufgaben.

Das Arbeitspapier zur Studie gibt es hier und weitere Informationen in der Pressemitteilung des Hochschulforums.

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