Mit Schwarmintelligenz Nachrichten verfolgen

Seit dem Web 2.0 und den begleitenden Phänomen des information overload in allen Bereichen wird die Auswahl relevanter Inhalte immer komplizierter. Besonders im Bereich News wird es immer schwieriger, Trends im aktuellen Zeitgeschehen zu identifizieren. In der Masse der Nachrichten zu erkennen, welche Themen relevant oder unrelevant sind, kostet oft mehr Zeit als das schlussendliche Lesen der ausgewählten Artikel. Auch stilisieren Medien bestimmte Artikel künstlich zu großen Storys, obwohl die breite Masse der Leser behandelte Themen eigentlich gar nicht interessieren. Oft wird dann doch geklickt und nach dem Lesen der Hälfte des Artikels wird bemerkt, dass  es doch nur ein Lückenfüller war. Weshalb sich also die Nachrichten diktieren lassen und nicht direkt schauen welche aktuellen Nachrichtien von der Crowd, also der breiten anonymen Masse, als lesenswerte bzw. interessante Themen gesehen werden? Ein für diese Zwecke nützliches Werkzeug ist Google Trends. Weiterlesen

When google ist your librarian and starbucks your WiFi…

Zum  Thema der Legitimität von Bibliotheken im Internetzeitalter habe ich noch ein paar spannende Beitrage gefunden :
Eine Review zu dem Buch von John Palfrey: „BiblioTech: Why Libraries Matter More Than Ever in the Age of Google“ – Der provokante Titel der Besprechung lautet: When Google is your librarian and Starbucks your WiFi, do we still need public libraries? und ist, meiner Meinung nach, eine Appetitanreger, um das Original Buch mal zu lesen.

Kurz danach bin ich über einen ähnlichen Artikel gestolpert (warum auch immer im Mai genau die passende Zeit für das Thema war):
Roly Keating, Direktor der British library, plädiert dafür, dass man aufhören soll, in Frage zu stellen, ob Bibliotheken im digitalen Zeitalter noch relevant sind. Seiner Ansicht nach sind sie es mehr denn je. Eins meiner Lieblingsstatements: „…They stand for private study in a social space; they are safe, they’re places of sanctuary and play a vital role in some of the poorest communities. And they are trusted. …“

In diesem Sinne sollten wir uns alle selbst prüfen und unser Verständnis der eigenen Einrichtung weg führen von der „Mediensammlung“ hin zum „liebsten Aufenthaltsort, an dem man nicht nur lernen kann“.

 

P.S.: Hier noch ein schönes Video, welche Möglichkeiten Bibliotheken haben, ihre Angebote auch außerhalb der eigenen vier Wände zu präsentieren

Big Data – intelligenter Umgang mit großen Datenmengen

Bei meinem Vortrag im 5. Semester, zur Lehrveranstaltung „Aktuelle Entwicklungen im Informationsmanagement“ habe ich mich mit dem Thema „Big Data – intelligenter Umgang mit großen Datenmengen“ auseinandergesetzt. Schon während der Literaturrecherche habe ich festgestellt, dass dies ein Thema ist, was in Zukunft uns alle, gerade uns Informationsmanager, betreffen wird.

Bei meinem Vortrag habe ich zunächst einmal die Frage geklärt, was ist Big Data überhaupt. Überall wird heute von Big Data gesprochen, aber wer weiß schon, was das genau ist? Dabei habe ich herausgefunden, dass jeden Tag 2,6 Millionen Terabytes an strukturierten und unstrukturierten Daten erzeugt werden – das ist so viel, dass 90 % der auf der Welt vorhandenen Informationen alleine in den letzten beiden Jahren erzeugt wurden. Diese erzeugten Daten kommen überall her z.B. von Sensoren zur Klimaüberwachung, Eingaben in Soziale Netzwerke, digitale Fotos und Videos, Finanz- und Handelstransaktionen, GPS-Signale von Mobiltelefonen und so weiter. Und genau das ist Big Data!!! Das zeigt uns, dass Big Data kein reines IT-Thema ist, sondern in alle Gesellschaftsbereiche hineinreicht. Des Weiteren habe ich herausgefunden, dass Big Data diese Informationen nutzt, um neue Erkenntnisse, Güter oder Dienstleistungen zu gewinnen. Das Wesentliche an Big Data ist jedoch die Verknüpfung zu anderen Daten und deren statistische Auswertung.

Das Bemerkenswerte an Big Data ist nicht nur die gewaltige Datenmenge, viel wichtiger sind die Beziehungen zu anderen Daten. Erst durch Definitionen und Auswertungen von Verknüpfungen zwischen verschiedenen Datenbeständen wird das wahre Gehalt sichtbar. Waren früher Daten dezentral und nicht für jeden zugänglich verteilt (z.B. amtliche Register und Archive, Kirchenbücher, Zeitungsarchive, private Tagebücher und Briefe), so werden die Daten heute immer mehr Personen und Maschinen zugänglich. Es können Verbindungen gezogen werden, die früher praktisch unmöglich waren.

Wie bereits gerade gesagt, nicht nur die Datenmenge ist bei Big Data wichtig, sondern auch die Datenvielfalt, die entsteht. Genauso wichtig ist bei Big Data die hohe Geschwindigkeit der Datengenerierung. Dies sind 3 Merkmale, die es Big Data ermöglicht, die großen Datenmassen zu analysieren und Zusammenhänge erkennen zu lassen.

Auch kommerzielle Unternehmen wie Amazon, Google und Facebook versuchen so viele Daten wie möglich von so vielen Personen wie möglich zu sammeln, auszuwerten und zu vermarkten. Man schätzt, dass es bis 2020 mehr als 44mal so viele Daten gibt wie heute. Verkauft werden die gesammelten Daten dann als Werbeanzeigen und Informationen über Benutzer. Sogar komplette Unternehmen werden verkauft.

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