Digitale Bibliotheken für Kinder

Schon frühzeitig entdecken viele Kinder die Welt des Internets, haben Smartphones und finden „normale“ Bücher langweilig. Daraus entwickelte sich die Idee Kinderbücher online anzubieten. Die Digitale Kinderbibliothek, Children’s Books Online oder die International Children’s Digital Library haben dies in die Tat umgesetzt. Das Ziel des Ganzen soll laut der International Children’s Digital Library sein:

„The mission of the International Children’s Digital Library Foundation (ICDL Foundation) is to support the world’s children in becoming effective members of the global community – who exhibit tolerance and respect for diverse cultures, languages and ideas — by making the best in children’s literature available online free of charge. The Foundation pursues its vision by building a digital library of outstanding children’s books from around the world and supporting communities of children and adults in exploring and using this literature through innovative technology designed in close partnership with children for children.”

Ob diese Zielsetzung eingehalten wird und wie sich im Allgemeinen die Anbieter von digitaler Kinderliteratur präsentieren, wird in der vorliegenden Arbeit erörtert.

Weiterlesen

Digitale Bibliothek 2016: „Vernetzte Welten“ – Digitales Kulturerbe als öffentliches Gut.

Vom 25.02. – 26.02.2016 wird die bereits 6. Konferenz der Tagungsreihe „Digitale Bibliothek“ in Graz stattfinden.

Die Tagungsreihe „Digitale Bibliothek“ wurde 2010 von EuropeanaLocal Austria (Verbundportal für lokale und regionale Kultur-und Wissenschaftsdaten) zusammen mit der Universität Graz ins Leben gerufen. Seitdem findet sie jährlich statt. Inhaltlich geht es um den Auf- und Ausbau von digitalen Bibliotheken sowie um den technologischen Wandel der letzten Jahre, der es ermöglicht, Medien zu digitalisieren, langfristig zu erhalten und auffindbar zu machen.

Die Tagungssprache ist Deutsch, englischsprachige Beiträge sind jedoch auch erwünscht.

Themen der nächsten Konferenz „Vernetzte Welten“ sind:

Vernetzungsmethoden
• Linked Open Data
• Erfordernisse bei der Vernetzung von Daten
• Visualisierung und Präsentation von vernetzten Datenbeständen

Organisationsformen, Partnerschaften und rechtliche Aspekte
• Beispielhafte Kooperationen (zB. crowdsourcing)
• Innovative Partnerschaftsmodelle, Open (Research) Data
• Rechtliche Aspekte

Dienstleistungen und Produkte, Werkzeuge zur Datenaufbereitung
• Werkzeuge zur Datenvernetzung
• Semantisches Web: Produkte, Dienstleistungen und Mehrwert
• Neue Informationsarchitekturen

Zu den Themen passende Beiträge können bis zum 30. September 2015 eingereicht werden. Eine Kurzfassung (max. 800 Wörter) mit Angabe der Form des Beitrags (Vortrag, Poster etc.) kann per Email an Frau Gerda Koch (kochg@europeana-local.at) gesendet werden. Fristgerecht eingereichte Beiträge werden vom Programmkomitee begutachtet.

Weiter Informationen zur Tagungsreihe „Digitale Bibliothek“ gibt es unter: http://conference.ait.co.at/digbib/index.php/index/index/index/index

Digitale Bibliotheken…

Zeno.org – „Meine Bibliothek“

Schon während der Vorträge bei den von uns gegenseitig vorgestellten „digitalen Bibliotheken“ sind erhebliche qualitative und optische Unterschiede der Portale erkennbar. Während ein Teil der Websites eher an Werbeseiten erinnern, gab es auch „klassische digitale Bibliotheken“, die den Namen und den damit verbundenen Auftrag beispielhaft umgesetzt haben.

Oder ist vielleicht meine Betrachtungsweise eine Falsche? Zu bibliothekarisch und nach dem Motto „ordentlich und strukturiert“ muss eine (digitale) Bibliothek aussehen. Aber ist es nicht auch so, dass das Äußere immer das ist, was der Mensch als Erstes bewertet?

Nun denn. So fällt mir auf der Seite von zeno.org als Erstes (!) eine Anzeige für Singles und nicht etwa der Bestand ins Auge. Aber wie im echten Leben auch, hat Jeder eine zweite Chance verdient. Bei dem weiteren Durchforschen der Seite, die tatsächlich mit Werbung durchzogen ist, bin ich auf der Suche nach Bettina von Arnim. Dies gestaltet sich als sehr einfach, der uns allen bekannte Suchschlitz befindet sich zentral und aufgrund des roten Hintergrundes nicht übersehbar, im oberen Bereich. Los geht es also, eingeben fertig. Die Treffermenge ist mit 105 wirklich erstaunlich gut. Nächster Versuch, nun mit „verschärften Bedingungen“, denn Bettina von Arnim wird auch Bettine von Arnim geschrieben. Ich bin gespannt, los geht’s. Was soll ich sagen, die Treffermenge nun liegt bei 18, das macht einen Unterschied von 87 Treffern.

Ich versuche mich in einem nächsten Schritt mit der „erweiterten Suche“ mit fast gleichen Bedingungen. Ich nutze die Suche „mit allen Wörter“ und wähle zusätzlich die „Schreibweisentolerant“. Jetzt sollte es doch rein vom logischen Verstand her klappen! Suche Bettina von Arnim – Treffermenge 105, Bettine von Arnim – Treffermenge 18. Was ist denn da los? Die Suche ergab keinerlei Änderungen und spätestens an dieser Stelle wird (sollte) jedem Informationsmanager klar sein, dass sich hinter diesem Anbieter keine Informationseinrichtung verstecken kann, da augenscheinlich keinerlei Verknüpfungen untereinander existieren. Wer dieses Portal nutzen möchte, sollte definitiv „wissen was er sucht“ um ein gutes (korrektes) Suchergebnis zu erhalten.

zeno Aber wie bereits weiter oben geschrieben, vielleicht denke ich einfach zu bibliothekarisch und der eigentliche Nutzer dieses Portal findet neben den  Volltexten, die Singlebörse an dem einen und die Einrichtungstipps an dem anderen Rand nicht störend, sondern vielleicht tatsächlich „hilfreich“… 😉

Zeno.org – „Meine Bibliothek“ –  meine eher nicht…