Kollaboratives Schreiben

Bild: spiegel.de

„Was genau drin steht, verstehen nur Spezialisten.“ Das sind die ersten Worte eines Artikels der in „Spiegel Online“ Wissenschaft zu finden ist. Es geht in diesem Beitrag jetzt weniger um den „Exotischen Teilchenzerfall“, sondern eher um die Entstehung der beschriebenen Forschungsarbeit. Denn diese Arbeit wurde anhand des uns bekannten kollaborativen Arbeitens, also das gemeinschaftliche und zeitgleiche Schreiben an einem Dokument, erstellt. Wie wir für uns in unserem Studiengang feststellen konnten, eine klasse Sache, aber was in diesem Artikel steht ist unfassbar! Die Rede ist sogar von Wissenschaftsgeschichte! Warum? Ganz einfach, in dieser Forschungsarbeit um die es geht, haben sage und schreibe 3000 (!) Autoren mitgewirkt. Das klingt wirklich nach einem unglaublichen und vor allem umfangreichen Projekt. Aber diese Forschungsarbeit hat gerade einmal 8 Seiten! 8 Seiten physikalischer Ausführungen und 5 Seiten mit der Autorenliste,  erschienen ist diese Arbeit in der „Nature“.  Aufgrund dieses extrem seltenen Zerfalls von Elementarteilchen, welches „Unter einer Milliarde Zerfällen [wohl nur] rund drei Mal auftritt.“, wurde es möglich, dass dieses wirklich beachtliche Projekt mit 3000 Projektmitgliedern entstand.

Wenn ich mir so überlege, wie schwierig es eigentlich schon ist, wenn eine Arbeit zu zweit oder zu dritt geschrieben wird… Respekt vor dieser Leistung! 🙂

UPDATE: http://dx.doi.org/10.1038/nature14474

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3 Gedanken zu “Kollaboratives Schreiben

  1. Endlich mal ein griffiges e-science Beispiel in dem alles enthalten ist.
    Kollaborativ geschrieben, unter einer CC BY- CY- SA 3.0 Lizenz open access veröffentlicht, mit einem DOI ausgestattet und zu guter Letzt mit Altmetrics-Werten versehen.

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  2. Für mich macht dieses Beispiel deutlich, dass sich die (jüngere) Forschergeneration sehr gut auf gemeinschaftliches Arbeiten eingestellt hat. Bei einem Projekt mit 3000 Teilnehmern muss die Akzeptanz eines jeden einzelnen hoch sein. Das man gemeinsam hervorragende Arbeiten abliefern kann, zeigen mir die von uns in unserem Studiengang erbrachten Gruppenleistungen. Auch wenn wir im Höchstfall nur zu 11 waren.

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    • Dem vorletzten Satz kann ich nur zustimmen! Deshalb noch eine kleine Zusammenstellung von 20 Tools für mehr Produktivität im Team. Natürlich handelt es sich bei den Tools um die unterschiedlichsten Produkte, die vielleicht nicht jede(r) wirklich braucht, aber manchmal ist „haben einfach besser als brauchen“. 😉
      Auch zum Thema „Kollaboratives Projektmanagement“ werden Lösungen angeboten und kurz vorgestellt. Es lohnt sich auf alle Fälle um sich einen Überblick zu verschaffen, auch wenn unser Jahrgang diese vermutlich nicht mehr benötigt…

      Fast vergessen: Noch ein Artikel der sich lohnt!

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