Mr Nerd, Ms Maker, Mr Tech, Mr Classic

2013 wurde die Online Befragung „Science 2.0 Survey“ unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durchgeführt, die das Verhalten und die Einstellung gegenüber Social-Web Anwendungen im beruflichen Bereich auswerten sollte. Die Umfrage wurde durchgeführt von dem Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0.

Das Ergebnis waren 4 Typen von Anwendern:

Mr Nerd (13,1 % der Befragten): Sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Medien. Sorgt sich wenig um Sicherheit und Privatheit.

Ms Maker (35,1 % der Befragten): Nutzung von Instrumenten zur Erleichterung des Arbeitsalltages. Hauptsächlich Wissenschaftlerinnen. Sicherheit und Privatsphäre ist wichtig.

Mr Tech (43,2 % der Befragten): Spaß steht im Fokus. Sehr aufgeschlossen gegenüber sozialen Medien.

Mr Classic (8,6 %): Kein oder wenig Interesse an den neuen Instrumenten.

Sehr interessant fand ich, dass der Web 2.0 Dienst Wikipedia unter den Teilnehmern am häufigsten genutzt wird (98;5 %).

Eine Zusammenfassung gibt es hier: http://dx.doi.org/10.5282/o-bib/2014H1S174-180

Die komplette Datenauswertung gibt es unter http://www.goportis.de/fileadmin/downloads/aktuelles/Bericht_escience_2_0_Hochschulsample_Download.pdf

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Übernahme von Open Access Artikelgebühren für Autorinnen und Autoren

Eine Reihe von Hochschulbibliotheken betreiben Publikationsfonds, um die Open Access Gebühren für die Autorinnen und Autoren ihrer Hochschule zu übernehmen. Unterstützung erhalten einige Hochschulen dabei durch das Förderprogramm „Open Access Publizieren“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Zurzeit ist es für die Bibliotheken möglich, die Bearbeitung der Publikationskosten einfach in die Erwerbungsabteilung zu integrieren, da sich die Zahlen noch in Grenzen halten.

Nur was geschieht wenn Open Access zum Standard für das wissenschaftliche Publizieren wird? Wie soll der Workflow dann in die Bibliothek eingebunden werden?

Damit beschäftigt sich die Max Planck Digital Library (MPDL), die jährlich die Gebühren von 600 Open Access Artikeln von Autorinnen und Autoren übernimmt, die zur Max-Planck-Gesellschaft gehören. Die MPDL organisiert die Kostenübernahme der Gebühren, indem sie Rahmenverträge mit den Open Access Verlagen abschließt. Dort werden die zentrale Rechnungslegung und die Bedingungen geregelt. Durch die Verträge werden die anfallenden Kosten zentral gebündelt und in den Etat der Max-Planck-Grundversorgung eingegliedert. Dadurch können die Ausgaben genauer kontrolliert werden. Dieses Verfahren wäre auch eine Lösung, für die anderen Bibliotheken. Jedoch ist es nicht immer einfach. Auch Schwierigkeiten/Herausforderungen können auftreten.

Einige Herausforderungen, die auf die Bibliotheken zukommen, werden in diesem Open Access Artikel näher beschrieben: http://dx.doi.org/10.5282/o-bib/2015H1S27-34