Big Data auch bei der Jobsuche

Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek Köln hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Big Data Technologien bzw. ähnliche Technologien auch auf dem Arbeitsmarkt vermehrt eingesetzt werden.

Dabei gibt es mehrere unterschiedliche Verfahren. Ein Beispiel werde ich hier vorstellen. Die Plattform „Talents Connect“ ist eine Art „Dating-Plattform“ die es Arbeitssuchenden und Arbeitgebern erleichtern soll passende Stellenangebote bzw. Bewerber zu finden.

Dabei registriert man sich in einem Webportal und füllt, ganz wie bei einer Dating-Plattform ein Profil aus. Die angegebenen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse der Bewerber werden mit den Anforderungsprofilen der Firmen „gematcht“, das heißt durch einen Algorithmus werden die günstigsten Paarungen ermittelt.

Welche Vorteile bringt dieses Verfahren?

Das Kölner Start-Up-Unternehmen (Talents Connect) behauptet von sich, mit diesem Verfahren eine sehr hohe Vermittlungsrate haben. Und vor allem soll die Vermittlung sehr schnell von statten gehen. Vorallem großen Unternehmen, die teilweise bis zu 20000 Bewerbungen bearbeiten müssen, bringt diese automatische Vorauswahl eine enorme Zeitersparnis. Auch die Bewerber sparen viel Zeit und Mühe, da sie geeignete Stellen vorgeschlagen bekommen auf die sie sich dann direkt über die Webplattform bewerben können. Bei genauen Profilangaben können hier auch Möglichkeiten aufgezeigt werden an die selbst eventuell noch gedacht hat.

Wie steht es um die Datensicherheit?

Die Daten beider Seiten werden nur auf den Servern des Kölner Unternehmens verarbeitet. Auch werden die Daten nicht gehandelt. Aus der Datennutzung heraus sollten also keine Sicherheitsmängel entstehen.

Welche Nachteile hat das Verfahren?

Der größte Nachteil liegt meiner Meinung nach bei den Nutzern selbst. Der beste Algorithmus nützt nichts wenn die Datenbasis inkonsistent ist. Das heißt Bewerber dürfen, um ein wirklich passendes Ergebnis zu bekommen, nur korrekte Daten in ihr Profil schreiben. Falsche Angaben führen zu einem schlechten Ergebnis. Dies gilt auch für die Stellenanbieter. Die Stellenangebote müssen individuell auf die jeweilige Stelle zugeschnitten sein und dürfen nicht „von der Stange“ sein. Auch sollten die Anforderungen realistisch sein und nicht die eierlegende Wollmilchsau suchen.

Und die Menschlichkeit?

Die Ergebnisse des Computers sind nur eine Vorauswahl an geeigneten Stellen/Bewerbern. Ein Vertrag oder sonstige Verpflichtungen kommen dadurch nicht zu Stande.  Es wird immer noch ein Vorstellungsgespräch stattfinden. Der persönliche Kontakt ist also immer noch da und eine Entscheidung wird nur von Menschen getroffen.

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