Neuer Retrieval-Ansatz mit dem OA Journal eleed (elearning and education) an der Fernuniversität Hagen – oder was man mit offen lizenzierten bibliographischen Daten alles machen kann

Bibliographische Daten sind strukturierte Beschreibungen, die es ermöglichen eine Ressource zu identifizieren und zu lokalisieren. Sie sind Bestandteil einer Publikation. Die Verwendung bibliographischen Daten seitens Dritter bedarf der Zustimmung des Rechteinhabers. Erst diese freie Verfügbarkeit ermöglicht es, mit den bibliographischen Daten weiter zu arbeiten und innovative Lösungen zu entwickeln, die der Allgemeinheit nutzen.

Das internationale Open Access Journal eleed[…] das sich der Gewährleistung des freien und nachhaltigen Zugangs (open access) zu Inhalten auf dem Gebiet e-learning und Bildung zum Ziel gesetzt hat“  ist ein Beispiel, wie mittels Open Access Publikationen und frei zugänglicher bibliographischer Daten zukunftsorientierte Lösungsansätze erarbeitet werden.

Das Journal wurde 2004 an der Fernuniversität Hagen im Rahmen der DiPP (Digital Peer Publishing) – Initiative des Landes NRW im Rahmen eines Projekts gegründet. Projektteilnehmer sind das Lehrgebiet Kooperative Systeme, Prof. Haake (vorher das Lehrgebiet Datenverarbeitungstechnik, Prof. Krämer), in Zusammenarbeit mit der Initiative CampusSource und der Universitätsbibliothek Hagen.

In dem Lehrgebiet werden Beiträge weltweit eingereicht, und nach einem erfolgreichen Peer Review Verfahren werden diese auf einer Web-Plattform zur freien Verfügung gestellt. Aus den zur Verfügung stehenden Beiträgen werden bibliographische Daten extrahiert und zu Suchkontexten zusammengefasst. Das Ziel besteht darin, Suchkontexte so zu erweitern, dass sich mittels semantischer Technologie immer größere, miteinander verknüpfte Netze bilden (kombinierte Suchkontexte). Hierfür werden Rechercheanfragen und Suchergebnisse verknüpft, vernetzt und graphisch visualisiert, so dass sie den Suchkontext der User graphisch wiederspiegeln. Kombinierte Suchkontexte werden als Portable Suchkontexte (Posuko) bezeichnet und können später unter Usern ausgetauscht werden. Nutzer mit ähnlichen Rechercheanfragen und Suchergebnissen bilden eine community of interest.  Die Entwickler von eleed ermöglichen somit einen neuen Ansatz zur Unterstützung der kooperativen, wissenschaftlichen Zusammenarbeit.

Die Idee wurde bereits 2014 in einem Beitrag mit dem Titel: „POSUKO: POrtable SUchKOntexte zur Vernetzung von Bibliotheken, Verlagen und Wissenschaftlern“ auf dem Bibliothekartag 2014 vorgestellt.

Das Projekt befindet sich im fortwährenden Entwicklungsprozess. Derzeit ist die Suchfunktionalität und Visualisierung der Suchkontexte implementiert. An weiteren Kollaborationsmöglichkeiten (Foren sowie Suchkontextvernetzungen) wird momentan gearbeitet und sollen in Kürze der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Zur Weiterführung und Ausbau des Projekts werden noch Projektteilnehmer aus den Bereichen Verlag und Bibliothek gesucht.

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