Die Deutsche Forschungsgemeinschaft

Bei meiner Recherche bin ich auf folgende Merkblätter der Deutschen Forschungsgemeinschaft gestoßen und habe diese hier zusammengefasst: „Infrastruktur für elektronische Publikationen und digitale Wissenschaftskommunikation“ und „Erschließung und Digitalisierung“.

Durch die Zunahme von elektronischen Publikationen, der geänderten Form des wissenschaftlichen Arbeitens und der damit zunehmend frei zugänglichen Daten, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Förderprogramm entwickelt. Dieses nennt sich „Infrastruktur für elektronische Publikationen und digitale Wissenschaftskommunikation“. Das Förderprogramm verfolgt das Ziel, „[…]Forschungsergebnisse sowohl offen zugänglich (Open Access) als auch leicht zugreifbar zu präsentieren […].“  In das Förderprogramm können Informationsinfrastrukturen, verlagsunabhängige Initiativen, Kooperationsprojekte mit Verlagen, aber auch andere kommerzielle Anbieter als Dienstleister aufgenommen werden. Bei der DFG können Starthilfen für z.B. den Aufbau von Open-Access-Zeitschriften oder Publikationen in Social Media beantragt werden. Aber auch Pilot- und Modellvorhaben und experimentell ausgerichtete Projekte werden laut der DFG gefördert, dazu Ausführlicheres unter www.dfg.deI/lis. Eine Anforderung an das Projektergebnis ist: Die Ergebnisse, die aus dem Projekt resultieren, müssen über das Internet weltweit frei zur Verfügung stehen.

Das Ziel des Projektes „Erschließung und Digitalisierung“  besteht darin, den “[…] Aufbau leistungsfähiger Informationssysteme für die Forschung unter überregionalen Gesichtspunkten“ zu fördern. Dabei soll eine Erschließung in einem Nachweis- und Präsentationssystem geschehen und/oder eine Digitalisierung für die Forschung überregional bedeutender Bestände und Sammlungen der handschriftlichen/gedruckten Werke. Eine Erschließung und Digitalisierung von Bildmaterial wird genauso unterstützt. Die Förderung richtet sich vor allem an wissenschaftliche Bibliotheken und Archive. Die DFG gibt die Möglichkeit, sich nur für die Digitalisierung oder die Erschließung als Projekt, zu entscheiden.

Welche Kosten die Deutsche Forschungsgemeinschaft übernimmt, ist nicht bekannt. Doch gibt es zwei verschiedene Module die einzeln oder zusammen beantragt werden können:

Basismodul: Es werden projektspezifische Sach- und Personalmittel, die zur Durchführung des Projektes benötigt werden bezahlt. Modul Projektspezifische

Workshops: Hier werden Mittel zur Verfügung gestellt, die im Rahmen des Projekt Workshops benötigt werden. Das Projekt wird vorerst bis zu drei Jahre gefördert. Insgesamt darf es sechs Jahre nicht überschreiten.

Bei beiden Projekten muss ein Antrag ausgefüllt werden und dieser wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geprüft und evtl. genehmigt. Die beiden Merkblätter sind leicht zu verstehen, dennoch sind die Anträge sehr detailliert. Schwierig empfinde ich z.B. die Angabe nach der Anzahl der Bücher, die digitalisiert werden sollen. Ansonsten finde ich die Idee der DFG zur heutigen Entwicklung des wissenschaftlichen Arbeitens sehr positiv. Denn z.B. Bibliotheken wird durch die wirtschaftliche/finanzielle Lage oft die Digitalisierung der Altbestände erschwert. Personal muss geschult werden, Geräte besorgt und der Arbeitsaufwand der Mitarbeiter ist dabei auch nicht zu unterschätzen. Das kostet der Bibliothek viel Geld, welches sie auch in andere Projekte investieren könnte. Doch die DFG hat erkannt, welche Schwierigkeit der Kostenfaktor für die Bibliotheken darstellt. Somit kann die DFG die Bereitstellung von wissenschaftlichem Gedankengut vorantreiben und sie als Open Access frei zur Verfügung stellen.

Hier eine Linksammlung zu den bereits geförderten Projekten, die Bibliotheken betreffen:

  • DFG unterstützt 21 neue Fachinformationsdienste – 21,2 Millionen Euro für den Ausbau der Literatur- und Informationsversorgung an Wissenschaftlichen Bibliotheken / Abschluss der Umstrukturierung der früheren Sondersammelgebiete.
  • Fachinformationsdienste: DFG stärkt Dienstleistungen der Bibliotheken für die Wissenschaft – Neues Programm zur Weiterentwicklung der Literatur- und Informationsangebote / Erste fünf Einrichtungen für Geistes- und Sozialwissenschaften werden mit 6,8 Millionen Euro gefördert.
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