Transparenz von Subskriptionspreisen

Früher… Früher, da war das einfacher mit den Subskriptionspreisen von Zeitschriften. Die gab es nur als „Printversion“, und je nachdem, bei welchem Lieferanten man die Zeitschrift bezog, kam zum eigentlichen Abonnementspreis lediglich noch eine Bearbeitungsgebühr dazu.
Heute sind die Subskriptionspreise durch die Angebotsvarianten (nur Print, Print mit Online-Zugang, dazu eine unterschiedliche Anzahl von Parallelzugriffen, Zugang nur für die Angehörigen der entsprechenden Einrichtung, Zugang auch für externe Nutzer … ) sehr unterschiedlich und teilweise schwer verständlich geworden. Hinzu kommen dann wieder andere Preise beim Abschluss von Paketen oder der Teilnahme an Konsortial– oder Nationallizenzen. Eine Einsichtnahme in die entsprechenden Vereinbarungen und damit eine Transparenz bei den Preisen verhindert häufig der Hinweis auf Geschäftsgeheimnisse.
In der Schweiz kämpft seit 2014 Christian Gutknecht für die Einsicht in die entsprechenden Verträge um eine Transparenz bei den gezahlten Preisen zu erreichen. 2015 äußert er sich dazu in einem Beitrag für das Wissenschaftsmagazin (12.09.2015) mit dem Titel „Goldesel Wissenschaftsverlag„. Denn bisher weisen Schweizer Bibliotheken ihre Erwerbungsausgaben – ebenso wie in Deutschland – in Pauschalen für Monographien/Zeitschriften und digital/Print aus. Seine Ausdauer hat sich gelohnt, der Cour de Justice, Geneve, gab seinem Widerspruch gegen die Transparenzverweigerung der Universität Genf recht. Auch wenn dies bisher zu keinem „Dammbruch“ bei der Offenlegung der Zahlen weiterer schweizer Universitäten geführt hat, so haben die Verlage ihrerseits jedoch die Möglichkeit, die bisherigen Entscheide anzufechten – trotz der Belehrung über diese Rechtsmittel – nicht wahrgenommen. Für Christian Gutknecht ist es ein bemerkenswerter Erfolg, auch Dank zahlreicher Mitstreiter, denen es durch eine Crowdsourcing-Aktion gelungen ist, die Anwaltskosten zu finanzieren. Einen Überblick über den aktuellen Stand gibt Christian Gutknecht auf wisspub .

 

Quelle:  https://wisspub.net/2014/10/13/intransparenz-bei-den-bibliotheksausgaben-von-schweizer-hochschulen/#update_27_04_2016

 

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