Peer Review: Warum eigentlich nicht immer Triple Blind?

Bei dem Peer Review Verfahren wird eine wissenschaftliche Arbeit von den Peers begutachtet. Peers sind Menschen, die als Wissenschaftler im selben Fachgebiet tätig sind, wie der Autor der Arbeit. Das Peer Review dient dazu, die Qualität des Beitrages zu überprüfen, bevor dieser veröffentlicht wird. Die Peers haben also einen enormen Einfluss auf wissenschaftliche Publikationen.

Es gibt viel Kritik an dem Peer Review Verfahren. Ein Kritikpunkt lautet: Es fehle den Peers oftmals an Objektivität.

Um diesen Sachverhalt genauer zu beleuchten, sollten die verschiedenen „Arten“ des Peer Reviewings bekannt sein.

Das gängigste Verfahren ist das Single Blind Verfahren. Single Blind heißt es, weil eine Person blind ist. Das ist der Autor. Er weiß nicht, wer seine Reviewer sind. Die Reviewer allerdings kennen den Namen des Autors (oder der Autoren).

Bei dieser Methode ist die Gefahr der bewussten und unbewussten Beeinflussung sehr groß. Sei es, weil den Reviewern der Name des Autors nichts sagt („Dann kann die Publikation nichts taugen“) oder aber weil sie den Autor kennen („Die Publikation ist so oder so gut“). Es ist bemerkenswert, dass diese Methode trotz dieses hohen Risikos die Gängigste ist.

Bei der Double Blind Methode kennen weder Autor, noch Reviewer gegenseitig ihren Namen. Das ist unparteiisch.

Das höchste Maß an Objektivität bietet allerdings das Triple Blind Verfahren. Nicht nur Autor und Peer Reviewer sind „blind“, sondern auch der Herausgeberstab des Verlages, der die Publikation veröffentlichen soll. Das ist in meinen Augen die adäquateste Methode. Sie vermeidet, dass der Herausgeberstab als erste Instanz voreingenommen ist. Somit haben unbekannten Autoren größere Chancen, dass ihre Arbeiten veröffentlich werden.

Also: Warum nicht genau dieses Verfahren als Qualitätsstandard festlegen? Damit könnte die Wissenschaft innovativer werden und würde um einige Längen vorangetrieben.

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