Bibliometrische Methoden kritisch wahrgenommen

Zum Thema Bibliometrie und die teilweise fragwürdige Anwendung in der Forschungsevaluation gab es vor einigen Monaten eine Diskussion auf InetBib.

In seiner mit „Bibliometrie: Das Leidener Manifest zu Forschungsmetriken“ übertitelten Email weist Gerald Langhanke u.a. auf einen im April letzten Jahres von einer Gruppe renommierter Wissenschaftsforscher im Journal nature veröffentlichten Beitrag „Bibliometrics: Leiden manifesto for research metrics“ und die von ihm ins Deutsche übersetzte Version hin. Langhanke schreibt

„Die Autoren möchten Schaden vom System Wissenschaft abwenden, der durch die unbedachte oder auch grob falsche Anwendung von bibliometrischen Methoden entsteht.
Sie schlagen daher 10 Grundsätze vor wie Forschungsleistung mithilfe von (Biblio)Metriken bewertet werden kann.“

Erwähnenswert ist unter anderem der Punkt im Leidener Manifest, dass Indikatoren  kein Ersatz für fundierte Beurteilung  sind.  Ob das Manifest die Mannigfaltigkeit der Stolpersteine der bibliometrischen Evaluationsverfahren bzw. -methoden komplett  auf- und abdeckt  ist fraglich, denn derer gibt es m.E. viele.  Beispiele:  Sind die bisher angewandten Metriken noch zeitgemäß, im Hinblick auf das in den letzten 100 Jahren, seit Einführung der Bibliometrie doch explosionsartig gewachsenen Publikationsaufkommen?  Hinzu kommt noch die Verstreuung der Publikationen im Netz. Finden wir denn alle Publikationen um korrekte Aussagen über Forschungsoutput  treffen bzw. dann schlüssig ranken zu können?

Das Manifest gibt es auch als Video und weiteren Sprachen. Außerdem gibt es einen Blog zum Thema.

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