Das Ende des Mikrofilms?

Hier einige interessante Artikel zum Thema: „Bewahren unserer Daten“, Bestandserhaltung

http://www.spektrum.de/news/wie-speichern-wir-unsere-daten-fuer-die-ewigkeit/1219421

http://www.welt.de/wissenschaft/article125288950/Wie-wir-unsere-digitalen-Daten-retten-koennen.html

Das Medium Mikrofilm

Der Mikrofilm, wurde bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Im archivalischen Bereich sind Mikrofilme seit Anfang des 20. Jahrhundert im Einsatz, aber die wesentliche Anwendung ergab sich erst während des zweiten Weltkrieges. Der Mikrofilm und die Sicherungsverfilmung gehören folglich seit Jahrzehnten zu den bewährten Sicherungs- und Schutzmedien. Da Kosten größtenteils nur bei der Herstellung entstehen, gilt der Mikrofilm gilt als günstiges Medium. Er gilt als zuverlässiges Medium , das langfristig kaum eine Alterung erfährt und das nicht unkontrolliert Daten verliert. Derzeit liegt die Haltbarkeit eines Mikrofilms bei adäquater Lagerung bei bis zu 500 Jahren. Bei der Mikroverfilmung/Sicherungsverfilmung sollen möglichst originalgetreue und vollständige Abbildungen von einer uniklalen Überlieferung und Originalvorlagen erstellt werden.
Ist nun dieses Medium durch die Digitalisierung vom „Aussterben“ bedroht?
Hierzu möchte ich kurz die Begegnung mit einem Experten für Langzeitarchivierung beim 104. Bibliothekartag in Nürnberg schildern. In Bezug auf Langzeitarchivierung erklärte er mir die Bedeutung des Mikrofilms in der Zukunft. Seiner Meinung nach, ist derzeit der Mikrofilm mit seinen Eigenschaften, eine konkurrenzfähige Alternative gegenüber den derzeitigen Digitalisierungsverfahren. Die Anwendung eines Mikrofilms ist auch ohne komplizierte, technische Hilfsmittel möglich. Mittels Lupe und Tageslicht sind Verfilmungen anschaubar.
Der Mikrofilm hat eine wichtige Dokumentationsfunktion, sei es als Beweismittel (Unverfälschbarkeit des Originals) oder in der Langzeitsicherung. Bekannt ist, dass beispielsweise die Bundesregierung im Kulturgüterschutz, gemäß
Haager Konvention, das Speichermedium Mikrofilm einsetzt. Darüber hinaus dient der Mikrofilm aber auch zur sonstigen Bewahrung analoger und digitaler Daten. Als zuverlässige und bewährte Alternative zu den herkömmlichen digitalen Speichermedien behält der Mikrofilm seine Existenzberechtigung.
Passend ein kurzer Film „Mikrofilm – Speichermedium mit Zukunft“

 

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Ein Gedanke zu “Das Ende des Mikrofilms?

  1. „Die Anwendung eines Mikrofilms ist auch ohne komplizierte, technische Hilfsmittel möglich. Mittels Lupe und Tageslicht sind Verfilmungen anschaubar“ Tjaja, das sehen Bibliotheksnutzer leider i.d.R. anders. Wenn sie sich ‚aus Versehen‘ mal einen bestellen, haben sie meiner Erfahrung nach nie Lust, sich das mit den Lesegeräten auch nur kurz erklären zu lassen. ¯\_(ツ)_/¯
    Aber für die LZA – da stimme ich dir zu – sind sie gut geeignet!

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