Zeno.org … (m)ein zweiter Blick.

Nachdem ich den Post von theresbib12 gelesen hatte, dachte ich mir: „zeno.org – stimmt, das waren doch [u.a.] die mit den Literatur-Klassikern. Die wollte ich mir doch auch mal genauer ansehen!“. Also, gesagt, getan und gleich dem Link gefolgt, um zu sehen ob es vielleicht „meine“ Bibliothek werden könnte. Vorgewarnt sucht mein Blick nach aufdringlichen Werbebannern – doch keine Spur davon. Hmm, hatte theresbib12 falsch verlinkt?! Ach nein, das Firefox-Add-on „Adblockplus“ hat bereits alle lästigen Werbebanner abgefangen. Somit stellt dieser Punkt, zumindest für mich, kein größeres Problem dar.
Weiter geht es zum Literaturangebot. Da vor wenigen Wochen dem 70. Jahrestag des Kriegsendes in Deutschland gedacht wurde, fällt mein erster Blick (statt auf die Klassiker) auf den Themenbereich Geschichte. Genauer gesagt, auf die Verhandlungsprotokolle und Materialien der Nürnberger Prozesse. Stichprobenartig klicke ich mich durch die Seiten, um zu sehen wie sich damit arbeiten lässt. Hier stelle ich wieder einmal fest, dass ich nicht zu den Personen gehöre, die sich „kilometerlange“ Texte am Bildschirm durchlesen können. Der Grund ist die nach Verhandlungstagen zusammengefasste und oft aus mehr als zwanzig fortlaufenden Buchseiten bestehende Seitenansicht. (Das dürfte einem Zitieren aus zeno.org eher abträglich sein.)
Bei dem ziellosen Stöbern im „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ lande ich dann zufällig unter dem Eintrag „Hexe“ (Bd. 9, S. 299-302). Hier fällt mir auf, dass Im „Meyers“ (ver)störend viele Begriffe zu weiteren Einträgen aus dem Lexikon verlinkt sind. Dass diese Verweise zudem nicht immer sinnvoll sind, zeigt sich bei einem Quellennachweis des Verfassers „J. Diefenbach“. Ein Klick darauf führt mich zu einem Beitrag über „Lorenz Diefenbach“. Positiv fällt mir allerdings auf, dass im „Meyers“ die Faksimiles zu den angezeigten Seiten zur Verfügung stehen. Während im „Meyers“ eine Volltextsuche über alle Bände möglich ist, fehlt diese in anderen Werken leider gänzlich. Bei den Literaturklassikern angekommen, vermisse ich eine Downloadmöglichkeit für das ePub-Dateiformat um das jeweilige Werk bequem auf einem e-reader als Freizeitlektüre nutzen zu können. Da aber generell kein Download der Werke möglich ist, fällt dieser Punkt nicht besonders auf. Bleibt für mich also festzustellen, dass zeno.org ganz nett zum Stöbern ist, für mehr aber auch nicht. Hauptsächlich die fehlenden Volltextsuche, lange Texte und keine Möglichkeit am Ende der Texte vor- und zurück blättern zu können, lassen die Onlinewerke „im Regen stehen“. „zeno.org“ versäumt es auf ganzer Linie, die Vorzüge elektronischer Dokumente zu nutzen bzw. nutzbar zu machen.

Alles in allem schließe im mich theresbib12 an – meine Bibliothek ist zeno.org ebenfalls nicht geworden.

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Ein Gedanke zu “Zeno.org … (m)ein zweiter Blick.

  1. Herzlichen Dank für den Tipp mit den Add-on „nilsbib“. Werde direkt mal schauen, ob ich so etwas auch für Chrome finde. Dann würde es die Website zwar nicht unbedingt besser, aber immerhin erträglicher machen… 😉

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