Das Internet archivieren …?

„Weitere Empfehlungen“ des Artikels über das Ende der Sondersammelgebiete (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/deutsche-forschungsgemeinschaft-reformiert-sondersammelgebiete-13524599.html?printPagedArticle=true)  … „Netz-Gedächtnis der Menschheit lagert in einer Kirche“. [ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/digitale-bibliothek-internet-archive-13614849.html – Beide Artikel sehr interessant!]

Die „Wayback Machine“ des Internet Archive kannte ich schon länger und habe sie gelegentlich auch genutzt, meist um festzustellen, dass der Zeitpunkt, der mich interessiert hätte, natürlich gerade nicht abgebildet war.

Nicht bekannt war mir bis jetzt, dass das Internet Archive noch sehr, sehr viel mehr sichert bzw. sammelt als nur Abbilder von der Yahoo-Startseite von 1996 (obwohl es auch spannend ist, zu sehen, wie sich das Internet entwickelt hat).

Neben der Sicherung von Webseiten werden auch Texte bzw. Bücher, Filme, Audio- und Bilddateien sowie Spiele (Konsolen- und Arkadespiele) gesichert. bzw. aus anderen Quellen gesammelt.

Das Internet Archive ist im US-Bundesstaat Kalifornien als Bibliothek anerkannt und Mitglied der American Library Association.

Absolut gelungen finde ich die erweiterte Suche, die einem wirklich viele Möglichkeiten bietet, unter anderem die Ausgabe von Suchergebnissen im XML- oder CSV-Format:  https://archive.org/advancedsearch.php?

Die schiere Masse an Inhalten überfordert mich im Moment, allerdings greife ich persönlich da jetzt auf den Artikel über die Sondersammelgebiete zurück: „Was künftig relevant sein wird, wissen wir nicht.“

Am faszinierendsten ist für mich gerade die Sammlung der Software. Nicht nur, dass die Software von uralten Automaten-, Konsolen- oder Computerspielen „gerettet“ ist, ein großer Teil der Software ist sogar direkt auf der Archive-Website im Emulator spielbar 🙂 Auf geht’s, mit „Indiana Jones and the last Crusade“ bin ich 1997 nämlich nicht fertig geworden …

[Katja Rother]

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Ein Gedanke zu “Das Internet archivieren …?

  1. Die Archivierung alter PC-Games ist in der Tat ein tolles Projekt. Sehr gut ist auch die Integration der Emulation. Es zeigen sich aber auch kleine Schwachstellen in der Archivierung. So wird zwar eine kurze Beschreibung des Spiels bereitgestellt, die zugehörige Spielanleitung bzw. ein Handbuch steht jedoch nicht zur Verfügung. Somit sind Spielziel und/oder auch die Steuerung oftmals unklar. Hier hilft dann den Spielern der ersten Stunde nur noch die Erinnerung, allen Anderen nur schlichtes ausprobieren. Wer mag in Zeiten des Touchscreens noch darauf kommen, dass Spielfiguren vor Einführung der Cursortasten mit den Tasten A-W-S-Y gesteuert wurden?
    Ein weiterer kleiner Schwachpunkt der Emulation ist, dass die erreichten Spielstände nicht gespeichert werden können, zumindest wenn man keine Account besitzt. Gleichwohl ist es insgesamt ein guter Ansatz diese Software als Kulturgut zu bewahren und zudem auch noch frei zugängig zu halten.

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