Digitale Bibliotheken…

Zeno.org – „Meine Bibliothek“

Schon während der Vorträge bei den von uns gegenseitig vorgestellten „digitalen Bibliotheken“ sind erhebliche qualitative und optische Unterschiede der Portale erkennbar. Während ein Teil der Websites eher an Werbeseiten erinnern, gab es auch „klassische digitale Bibliotheken“, die den Namen und den damit verbundenen Auftrag beispielhaft umgesetzt haben.

Oder ist vielleicht meine Betrachtungsweise eine Falsche? Zu bibliothekarisch und nach dem Motto „ordentlich und strukturiert“ muss eine (digitale) Bibliothek aussehen. Aber ist es nicht auch so, dass das Äußere immer das ist, was der Mensch als Erstes bewertet?

Nun denn. So fällt mir auf der Seite von zeno.org als Erstes (!) eine Anzeige für Singles und nicht etwa der Bestand ins Auge. Aber wie im echten Leben auch, hat Jeder eine zweite Chance verdient. Bei dem weiteren Durchforschen der Seite, die tatsächlich mit Werbung durchzogen ist, bin ich auf der Suche nach Bettina von Arnim. Dies gestaltet sich als sehr einfach, der uns allen bekannte Suchschlitz befindet sich zentral und aufgrund des roten Hintergrundes nicht übersehbar, im oberen Bereich. Los geht es also, eingeben fertig. Die Treffermenge ist mit 105 wirklich erstaunlich gut. Nächster Versuch, nun mit „verschärften Bedingungen“, denn Bettina von Arnim wird auch Bettine von Arnim geschrieben. Ich bin gespannt, los geht’s. Was soll ich sagen, die Treffermenge nun liegt bei 18, das macht einen Unterschied von 87 Treffern.

Ich versuche mich in einem nächsten Schritt mit der „erweiterten Suche“ mit fast gleichen Bedingungen. Ich nutze die Suche „mit allen Wörter“ und wähle zusätzlich die „Schreibweisentolerant“. Jetzt sollte es doch rein vom logischen Verstand her klappen! Suche Bettina von Arnim – Treffermenge 105, Bettine von Arnim – Treffermenge 18. Was ist denn da los? Die Suche ergab keinerlei Änderungen und spätestens an dieser Stelle wird (sollte) jedem Informationsmanager klar sein, dass sich hinter diesem Anbieter keine Informationseinrichtung verstecken kann, da augenscheinlich keinerlei Verknüpfungen untereinander existieren. Wer dieses Portal nutzen möchte, sollte definitiv „wissen was er sucht“ um ein gutes (korrektes) Suchergebnis zu erhalten.

zeno Aber wie bereits weiter oben geschrieben, vielleicht denke ich einfach zu bibliothekarisch und der eigentliche Nutzer dieses Portal findet neben den  Volltexten, die Singlebörse an dem einen und die Einrichtungstipps an dem anderen Rand nicht störend, sondern vielleicht tatsächlich „hilfreich“… 😉

Zeno.org – „Meine Bibliothek“ –  meine eher nicht…

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Ein Gedanke zu “Digitale Bibliotheken…

  1. Pingback: Zeno.org … (m)ein zweiter Blick. | escienceblogging

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